Zellentypen für die Wasserspaltung

Inhalt

1. Die unterschiedlichen Wasserspaltungszellen
2. Nasszelle
3. Trockenzelle (Drycell)
4. Plasmazelle
5. Druckzelle
5.1 Drucktest Video Juni 2013
5.2 Drucktest – Fazit
6. Buchempfehlungen
Autor: Arnd Koslowski

1. Die unterschiedlichen Wasserspaltungszellen

Die Wasserspaltung kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. In allen Fällen wird eine geschlossener Elektrolyseraum benötigt, indem das Gas gesammelt und über einen Anschluss abgeführt werden kann.

Welche unterschiedlichen Zellentypen es gibt, wo die Vor- und Nachteile der Zellen liegen und wie Sie funktionieren, wird in den folgenden Kapiteln detailliert beschrieben.

2. Nasszelle:

Bei der Naßzelle befinden Sie alle Elektroden und die Stromanschlüsse im Behälter, indem die Elektrolytlösung enthalten ist und in der das Gas entsteht.

Bei dieser Nasszelle wurde ein Stapel aus Edelstahlplatten mit Kunststoffstangen als Paket in die Elektrolytlösung reingehängt.

Die Stromanschlüsse wurden über Schrauben ins Innere geführt und Innen an die Platten angeschlossen.

Das Gas kann oben, seitlich am Schlauchanschluß, entnommen werden. Diese Nasszelle trennt nicht Sauer- und Wasserstoff. Es wird Knallgas am Schlauchanschluss entnommen.

Weiteres Beispiel für eine Nasszelle ist die Kammer von Stanley Meyer. Er hat ineinander geschobene Rohre als Elektroden verwendet.

3. Trockenzelle (Drycell)

Eine Trockenzelle besteht aus einer Schicht mehrerer Metallplatten. Jede Platte hat ein oder mehrere Löcher, durch die im oberen Bereich das entstehende Gas austreten kann, und ggf. ein unteres Loch für den Flüssigkeitsausgleich der einzelnen Kammern.

Zwischen den Metallplatten liegt eine nichtleitende Dichtung. So ergeben sich Kammern, in denen die Elektrolytlösung enthalten ist. Je größer die Anzahl der Platten und je breiter die Dichtung ist, umso mehr Elektrolyslösung kann die Trockenzelle aufnehmen.

Diese Trockenzelle produziert Knallgas Knallgas/HHO. Es gibt Trockenzellen, bei denen durch passende Membranen und abdecken der Löcher, Sauerstoff und Wasserstoff getrennt entnommen werden kann.

Der Vorteil der Trockenzelle zur Naßzelle sind die Stromanschlüsse, die von außen an jeder Platte erreichbar sind.

4. Plasmazelle:

Bei der Plasmazelle werden 2 Elektroden verwendet, die meist aus Graphit bestehen. An den Elektroden wird ein hoher Strom angeschlossen, wodurch es zu einem Plasmabogen kommen kann. Bei dieser Reaktion entstehen zum einen Sauerstoff, Wasserstoff und durch die hohen Temperaturen auch Wasserdampf.

Durch die hohen Ströme nutzen sich die Elektroden schnell ab.

Nachfolgend noch das Bild einer Plasmazelle im Betrieb:

Eine schöne Plasmazelle von Prof. Kanarev im Einsatz, zeigt das folgende Video aus 1998:

Sie finden weitere Informationen zu den Elektrolysezellen von Prof. Kanarev unter:

Strom und Treibstoff selber erzeugen – Bericht zum Seminar in Zürich und Biebelried/DE aus dem NET-Journal. (hier abonnieren)

Webseite von Prof. Kanarev

5. Druckzelle

Das in einer Trockenzelle ein hoher Druck aufgebaut werden kann, ohne das sich das erzeugte HHO entzündet, zeigt der folgende Versuch mit einer Trockenzelle.

Zu sehen ist eine runde Trockenzelle, die mit einem KOH-Gemisch befüllt ist. An der Zelle ist ein Druckminderer angeschraubt, der im linken Druckmesser bis zu 300 Bar anzeigen kann. Der erste Teilstrich zeigt die 100 Bar an.

5.1 Drucktest Video Juni 2013

5.2 Drucktest – Fazit

Bei ca. 97 Bar wird durch den hohen Druck die Dichtung rausgedrückt.

Trotzdem kam es während des Versuches nie zu einer Implosion in der Zelle.

Das Ergebnis zeigt, das sich HHO auch bei höheren Drücken nicht ohne weitere Zündquelle oder durch eine hohe Zündtemperatur entzündet.

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